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Pressemeldung

Psychiatrie-Stiftung Offenbach
Die Psychiatrie-Stiftung Offenbach wurde im Sommer 2003 unter Federführung von Prof. Dr. Manfred Bauer,
Chefarzt der Psychiatrischen Klinik am hiesigen Klinikum, gegründet. Sie hat sich zum Ziel gesetzt, psychisch
kranke und behinderte Personen, die zu den benachteiligten Gruppen unserer Gesellschaft gehören, mit Rat und
Tat zur Seite zu stehen, so dass die Benachteiligungen gemildert und ihnen eine möglichst weitgehende Teilhabe
am gesellschaftlichen Leben ermöglicht wird.
Dies soll zum Einen durch direkte Zuwendungen in Notsituationen geschehen, aber auch dadurch, dass die Stiftung
all jene Maßnahmen anderer Träger fördert, die geeignet sind, die Reintegration psychisch kranker Menschen in
„normale“ soziale Bezüge voranzubringen. Im besonderen Maße gehören hierzu Vorhaben, die Arbeits- und
Praktikumsplätze für psychisch Kranke und Behinderte schaffen, aber auch die Durchführung von kulturellen und
sozial aufklärenden Veranstaltungen, die zur Entstigmatisierung dieser Personengruppe beitragen.
Die Psychiatrie-Stiftung Offenbach war der bisher noch fehlende „Baustein“, in dem in dieser Stadt ansonsten
vorbildlichen psychiatrischen Versorgungssystem, zu dem neben der Klinik und Tagesklinik sowie den
niedergelassenen Haus- und Nervenärzten vor allem die von dem Verein „Lebensräume e. V.“ und der
Arbeiterwohlfahrt getragenen außerklinischen Wohn-, Arbeits- und Freizeiteinrichtungen gehören. Zu ihnen tritt die
Stiftung nicht in Konkurrenz, sie versteht sich, wie der Vorsitzende der Stiftung Herr Prof. Bauer sagte, als
ergänzendes Element für all jene Aktivitäten, die die vorgenannten Trägervereine nicht oder in Zukunft vielleicht
nicht mehr aus eigener Kraft darstellen können.
Die Stiftung ist gemeinnützig, so dass Spenden steuerlich in voller Höhe absetzbar sind. Größere Beträge können
auch als sog. Zustiftungen getätigt werden, d. h. sie werden dem Stiftungskapitalstock zugeführt, so dass dadurch
die jährlich anfallenden und für gemeinnützige Zwecke auszugebenden Zinserträge höher werden. Das
Stiftungskapital selbst darf grundsätzlich nicht angetastet werden.
Im Gegensatz zu Vereinen sind Stiftungen grundsätzlich auf Ewigkeit angelegt. Das macht sie für die Lebenden
deswegen interessant, weil sie evtl. vorhandenes Vermögen auch testamentarisch der Stiftung vermachen können,
wobei auf Dauer gesichert ist, dass dies dem Stiftungszweck entsprechend zu verwenden ist. Hierüber wacht als
Aufsichtsbehörde der Regierungspräsident in Darmstadt, dem jede Stiftung jährlich rechenschaftspflichtig ist.
Die vier Gründungsmitglieder der Stiftung haben zusammen einen verhältnismäßig hohen 6-stelligen Eurobetrag
als Stiftungskapital zur Verfügung gestellt. Dieses Kapital wird, so die Satzung, ehrenamtlich verwaltet, so dass
jeder Cent gebührenfrei dort ankommt, wo er ankommen soll. Gleichwohl ist die Stiftung auf Spenden angewiesen,
da die Kapitalerträge – besonders bei den zur Zeit sehr niedrigen Zinsen – eher bescheiden sind.
Der Stiftungsvorstand beabsichtigt als erstes „größeres Projekt“, im Frühjahr nächsten Jahres eine – zeitlich
befristete – Bildhauerwerkstatt auf dem Klinikumsgelände einzurichten. Unter Anleitung der Offenbacher Bildhauer
Gabriele Renzullo und Martin Dehler wird eine Gruppe psychisch Kranker aus dem Rohmaterial „Stein“ mehrere
Skulpturen heraus meißeln, die ihren endgültigen Platz im Klinikumsgelände finden und dort auch für die
Öffentlichkeit zugänglich sein werden. Hierzu benötigt die Stiftung noch Spenden in Höhe von insgesamt 12.000
Euro zum Ankauf und Transport der Steine und zum Kauf von Werkzeugen.
Die Initiatoren hoffen auf wohlwollende Unterstützung der Bevölkerung.
Weitergehende Auskünfte erhalten evtl. Sponsoren sowie auch die interessierte Bevölkerung über das Sekretariat
von
Prof. Bauer
Klinikum Offenbach
Telefon: 069/8405-3065
Fax: 069/8405-3141
E-Mail: manfred.bauer@klinikum-offenbach.de

Das Spendenkonto der Stiftung lautet:

Sparkasse Offenbach
Konto: 390 1661
BLZ: 505 500 20